Wichtige Mitteilungen / Aufrufe / Warnungen

IMPLANTATE DER FIRMA SILIMED
Diese wurden aus dem Markt gezogen. Für die Patienten jedoch besteht kein Grund zur Panik. Lesen Sie die Pressemitteilung von SWISSMEDIC sowie den Artikel vom Figaro.


(ALCL)-Anaplastische grosszellige Ly
Swissmedicmphome in Zusammenhang mit Brustimplantaten
Das französische Gesundheitsministerium hat vor zwei Wochen (mitte März 2015) einen Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und dem Auftreten von ALCL kommuniziert. Es handelt sich dabei um eine sehr seltene Krebsart. Obwohl dieses Risiko in Betracht gezogen werden muss, gibt es keinerlei wissenschaftliche Anhaltspunkte, die Bevölkerung zu alarmieren und in unnötige Panik zu versetzen. Brustimplantate gelten nach wie vor als sicher.

Empfehlungen an die Patientinnen:
° regelmässige Beobachtung der Implantate - bei Veränderungen sofort den Arzt kontaktieren
° regelmässige Mammographie-Screenings
° regelmässige MRI der Implantate, um Rupturen auszuschliessen (3 Jahre nach dem Eingriff, danach alle 2 Jahre)

Lesen Sie dazu die komplette Stellungnahme von SWISS PLASTIC SURGERY.

Bessere Überwachung der Implantate
Die Schweiz wird sich der Europäischen Union (EU) anpassen und die Sicherheit der Medizinprodukte verbessern. Um weitere Skandale zu vermeiden, wie z.B. die der Brustimplantate PIP, hat der Bundesrat beschlossen, die diesbezügliche Verordnung zu ändern.

PIP-Prothesen
Swissmedic empfiehlt nach wir vor keine automatische Explantation der PIP-Prothesen.
Dies in Absprache mit der Schweizerischen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (SWISS PLASTIC SURGERY)

Aufruf an alle PIP-Prothesen-Trägerinnen
Die PIP-Prothesen wurden im Frühling 2010 vom Markt genommen. Patientinnen, denen PIP-Prothesen implantiert wurden, werden gebeten, sich bei ihrem behandelnden Arzt zu melden oder mit der Geschäftsstelle der SWISS PLASTIC SURGERY  oder SWISSMEDIC Kontakt aufzunehmen: +41 21 963 21 39 - info@plasticsurgery.ch - info@swissmedic.ch.

Nach dem aktuellen Stand der Erkenntnisse ist die Entfernung von intakten PIP-Prothesen nicht notwendig. Es empfiehlt sich jedoch, sich alle 6 Monate einer fachärztlichen Kontrolle zu unterziehen.

Wichtig: Bisher konnte kein vermehrtes Auftreten von Brustkrebs bei PIP Prothesenträgerinnen nachgewiesen werden! Selbst in Fällen, in denen das Implantat schadhaft war, konnten keine krebserregenden Substanzen gefunden werden.

Neue Analysen und Behandlungen bei Brustkrebserkrankungen - Kostenübernahme
Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) vergütet ab dem 1. Januar 2015 genetische Untersuchungen von Brustkrebsgewebe. Diese helfen beim Entscheid über die Art und die Notwendigkeit einer Chemotherapie.

Weiter bezahlt die Grundversicherung bei Brustkrebspatientinnen neu auch Teilrekonstruktionen der Brust. Bisher übernahm sie die Kosten nur, wenn die gesamte Brust rekonstruiert werden musste. Gleichzeitig übernimmt die OKP neu auch die Kosten, wenn die gesunde Brust verkleinert werden muss.